Die vielen Dimensionen von Hunger

Standard

Für mich persönlich gibt es viele Dimensionen von Hunger. Ich habe aber desöfteren das Gefühl, dass viele meiner Mitmenschen diese anders und teilweise auch weniger wahrnehmen. Deshalb dachte ich mir, man könnte sich hier etwas austauschen.

1. Volumen

Definitiv, das kennt wahrscheinlich jeder, hängt das Sättigungsgefühl mit dem Volumen des Mageninhalts zusammen. Man verspürt weniger oder keinen Hunger mehr, wenn man sich voll gegessen hat.

Allerdings kann ich mich auch voll essen ohne mich satt zu essen. Warum? Der nächste Punkt erklärt es.

2. Zu wenig Kohlenhydrate

Habe ich mich voll gegessen mit kohlenhydratarmer Nahrung, kann es vorkommen, dass ich mich danach nicht richtig befriedigt fühle und noch Lust habe auf etwas kaloriendichtes zum Beipiel auf was Süßes. Das ist ganz logisch, da unsere Körperzellen hauptsächlich Zucker also Kohlenhydrate brauchen.

So ein Heißhunger kann auch besonders schlimm werden falls man schon ein längeres Kaloriendefizit hinter sich hat.

3. Kaloriendefizit

Viele Menschen essen tagsüber sehr wenig und können sich Abends fast gar nicht mehr richtig satt werden ohne große Mengen an Essen. Ein solcher Kalorienmangel führt wie bereits oben gesagt zu Heißhunger und es verlangt einen nach kaloriendichter Nahrung und somit oft fettreicher Nahrung. Für unsere Gesundheit ist das leider nicht so toll, darum besser über den Tag verteilt satt werden mit kohlenhydratreichen, vollwertigen Lebensmitteln.

Noch schlimmer als zu wenig Kalorien zu sich zu nehmen ist natürlich gar nichts zum beißen zu bekommen. Für mich resultiert daraus der…

4. Nüchternschmerz

Der Nüchternschmerz ist für mich die schlimmste Form des Hungers und mein immerwährender Gegner im Alltag. Ich kenne kaum Menschen, denen dieses Gefühl bekannt ist, deshalb hier eine kurze Erläuterung. Wenn mein Magen Nachschub braucht, meldet er sich zunächst mit normalem Hungergefühl und evtl. auch Knurren. Nehme ich diese Signale quasi nicht sofort ernst, bekomme ich ein saures Magenbrennen sowie einen Blähbauch. Leider verschwinden die Symptome nicht sofort wieder beim Essen, was bei nährerer Überlegung Sinn macht. Wahrscheinlich ist der Magen durch seine Säure angegriffen und die Luft kann sich ja auch nicht einfach auflösen. Da ich relativ gut verdauliches Essen reich an Kohlenhydraten und ohne tierische Produkte esse und zugleich einen sehr guten Stoffwechsel habe, laufe ich leider mehrmals täglich Gefahr Opfer dieses Nüchternschmerzes zu werden und muss viel öfter essen als alle um mich rum.

Wer kennt das noch?

5. Existenz-bedrohender Hunger

Eine weitere Hungerart muss ich hier noch erwähnen, auch wenn ich sie zum Glück nie erleiden musste – Hunger, der an die Existenz geht. Könnten wir nur all die Pflanzen, die für die Nutztierhaltung angebaut werden, stattdessen an Menschen verteilen, gäbe es womöglich viel weniger von diesem schrecklichen Leiden.

Mehr Infos dazu kann man in der Doku „Cowspiracy“ sowie dem neu erschienenem Buch dazu entnehmen.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Die vielen Dimensionen von Hunger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s