Mein Blog zieht um

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Liebe Follower und Leser,

ich habe schon seit längerem bestimmte Visionen für meinen Blog (und mein Leben 🙂 ).

Ich würde euch gerne dahin mitnehmen, also bitte folgt meiner neuen Seite:

https://wiemandieweltauchsehenkann.wordpress.com/

Es erwartet euch (und mich) allerlei Spannendes. Weiterhin werde ich einen starken Fokus auf meinen Weltverbesserungszwang legen, aber auch viele andere Facetten meines Lebens und der Welt beleuchten. Deshalb auch der Titel „Wie man die Welt auch sehen kann“. Denn es geht schließlich um meine persönliche Sicht der Dinge, egal wie sehr man sich auch um Objektivität bemühen würde.

Ab heute, dem 1. Juni 2016, gehts los mit neuen und alten Beiträgen! Ich freu mich 🙂

Eure Glucosebrainy

P.S.: Gerne hätte ich meinen neuen Blog zunächst einmal perfektioniert und dann erst veröffentlicht, allerdings hat mich die Realität eingeholt und ich werde parallel veröffentlichen und optimieren.

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Nur so bla – Angst vor Veränderung

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Nachdem ich in letzter Zeit so eingedeckt mit Arbeit bin, komme ich gar nicht mehr zum Bloggen. Man möchte sich ja Mühe geben und nicht einfach irgendetwas hinklatschen.

Aber warum eigentlich nicht? Einfach mal nur so bla

Ok, gebongt, das wird jetzt eine neue Rubrik. Ich möchte nicht schweigen müssen, es gibt zu viele Themen, die es verdienen um jeden Preis behandelt zu werden. Sonst macht jede andere Arbeit auch keinen Sinn mehr.

Was könnte ich euch heute berichten? Aja, ich wollte schon seit langem einen Blog empfehlen, dem ich folge:

Blicktausch

„Flüchtlinge erzählen – Berichte eines Arabisch sprechenden Helfers“

Der ist alles andere als nur so bla, nämlich wahnsinnig interessant und natürlich auch erschütternd. Aber wenn man sich nicht mit den Menschenschicksalen auseinandersetzt, besteht immer die Gefahr, dass man eher nach Lösungen suchen wird, welche bequem und nützlich für einen selbst sind.

Wo sind wir noch bequem und sehen keine Einzelschicksale und fühlende Wesen mehr, sondern nur wertlose Massenware? Nutztierhaltung. Gestern habe ich mir zum ersten Mal ein Video angesehen, welches als „Best Speech You Will Ever Hear“ von Gary Yourofsky bekannt ist. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine fantastische Rede.

Und die Moral von nur so bla: es ist unabdinglich, dass wir mit offenem Geist und offenem Herz durch die Welt gehen und Dinge nicht nur oberflächlich betrachten. Oft sind wir stattdessen von Angst geleitet, Angst vor Veränderung.

Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Die traurige Wahrheit

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Sehr sauer stößt mir täglich das gedankenlose Konsumverhalten unserer Gesellschaft auf. Heute morgen folgendes in der SZ zu lesen gibt mir noch dazu traurige Bestätigung: Lebensmittel: Wir haben keine Ahnung, was wir essen

Je weniger aber ein Konsument weiß, je weniger er bereit ist, sich mit diesen Folgen auseinanderzusetzen, desto weniger kann er sie beeinflussen. Ein schlecht informierter Kunde ist leichter auszunutzen. Auswirkungen seines Konsums lassen sich leichter vor ihm verstecken. Wer das potenzielle Wissen um die Bedingungen industrieller Züchtung von Hühnern ausblendet oder zumindest nicht in seine Entscheidungen mit einbezieht, neigt eher zu einem Verhalten, das er selbst unmoralisch findet. Genauso wird jemand, der nicht über ausreichendes kulinarisches Wissen verfügt, tendenziell die angesprochene Standardisierung von Lebensmitteln befördern. Wenn fast ausschließlich der Preis das entscheidende Kriterium für einen Kauf ist, nicht aber die objektive Qualität etwa einer Tomate, eines Stücks Fleisch oder eines Apfels, wird die Gleichförmigkeit frischer Lebensmittel befördert.

Manchmal ist es kaum auszuhalten den Menschen beim Einkaufen und Essen zuzusehen. Wenn die Leute zum Beispiel wüssten, was da auf ihren Tellern landet, wo es herkommt und wie es behandelt wurde, würde ihnen der Appetit vergehen. Wie profitabel, wenn das eben nicht passiert…

 

Wie regelt man die Flüchtlingskrise?

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Wir brauchen gewisse Regeln um die Krise zu meistern, das ist klar.

Deutschland ist zum Glück relativ gut darin Dinge zu regeln, manchmal schon zu gut.

Wir müssen sehr aufpassen, wenn wir darüber entscheiden, ob/wem wir unsere Hilfe verweigern.

Dänemark verschärft gerade sein Asylgesetz, wie man im folgenden SZ-Artikel nachlesen kann: Das „meist missverstandene Gesetz“ der dänischen Geschichte

Zitat:

Die großen Parteien in Kopenhagen sind sich seit Langem einig, dass sie Flüchtlinge durch strengere Regeln davon abhalten wollen, in Dänemark Hilfe zu suchen.

Als ich diesen Satz lese, lehne ich mich auf meinem Stuhl ruckartig zurück und starre an die Zimmerdecke, während ich meinen Kopf mit meinen Händen abstütze. Denn irgendetwas stimmt nicht mit diesen Worten. Ich spreche den Satz langsam und laut aus, aber in meinen eigenen Worten um Klarheit zu gewinnen: „Das heißt… wir erlassen Gesetze, welche es hilfsbedürftigen Menschen verbietet, Hilfe bei uns zu suchen.“ Ich reiße die Arme in die Luft. Das hört sich irgendwie nicht richtig für mich an… Was soll das überhaupt für ein Zeichen setzen? Sucht wo anders Hilfe oder bleibt dort, wo ihr seid, wir wollen euch hier jedenfalls nicht.

Ja wir brauchen Regeln, nicht einmal nur für uns, sondern gerade für die Flüchtlinge. Chaos schadet uns allen. Aber ist das der richtige Weg? Ich will mehr Details zu dem dänischen Gesetz und lande bei diesem interessanten „Zeit“-Text, der eine Einschätzung gibt: „Damit können Asylsuchende in Dänemark nicht mehr überleben“

Darin hören sich entsprechende Gesetze ja nicht gerade vielversprechend an. Mir fällt auch ein, dass die meisten Menschen, die aus der Not heraus nach Europa einwandern, wahrscheinlich nicht vorerst alle gesetzlichen Regelungen ihres Ziels studieren. Im Gegenteil, viele scheinen sich gar nicht darüber im Klaren, welche Probleme und Risiken ihre Reise birgt.

Mich stört außerdem, dass sich viele Politiker durch die Thematik augenscheinlich zu profilieren versuchen, in dem sie große, laute Reden schwingen, sich gegenseitig kritisieren und Schuldzuweisungen machen. An sich ist das schlichtweg der natürliche Prozess, wie Politik funktioniert und das ist auch gut so. Wenn jemand zu sehr ein Extrem verfolgt, werden andere den Gegenpol einfordern und wir pendeln uns irgendwie in der Mitte ein. Oft resultiert das in vernünftigen Lösungen. Allerdings verlaufen mir diese Diskussionen oft zu dreckig mit persönlichen Anfeindungen, die der eigentlichen Sache nicht dienlich sind. Also bitte liebe Politiker, ich weiß, das ist alles nicht so einfach, aber könnte man denn bitte öfters konkrete, durchdachte Lösungsvorschläge präsentieren, als laut mit Dreck um sich zu werfen nach dem Motto „Hauptsache dagegen reden“. An alle, die das bereits oder sowieso schon tun: Dankeschön!

Das ist jetzt alles wieder mal Jammern auf hohem Niveau! Beschweren kann sich ja jeder. Ich könnte auch versuchen mich mehr zu engagieren. Ich wünschte es gäbe generell noch mehr Mobilisierung unter der Bevölkerung und der Politik den Flüchtlingen zu helfen.

Vorsätze

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Ich hatte eigentlich keine neuen Vorsätze fürs neue Jahr. Ich habe laufend Vorsätze, weil ich laufend an mir und meinem Leben arbeite.

Interessanterweise ist mir trotzdem vieles gerade zu Jahresbeginn gelungen, was bislang auf der Strecke blieb. Ich glaube die Weihnachtspause hat geholfen neue Energie zu tanken. Davor konnte ich nichts mehr umsetzen außer dem „normalen“ Alltag und bin trotzdem schon auf meinem Zahnfleisch gelaufen irgendwie. Ich hatte kaum eine Auszeit in der zweiten Jahreshälfte außer einem Kurzurlaub, bei dem ich gefühlt so erkältet war wie noch nie. In der Weihnachtspause selbst ging auch nicht viel, da sie ohnenhin schon so getaktet ist.

Jetzt flutscht alles recht gut und ich kann meine Tage gut nutzen ohne bereits um neun völlig im Eimer auf der Couch einzuschlafen.

Vegan beim Tollwood Winterfestival

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Ich war letzte Woche auf dem Winter-Tollwood in München und wollte testen, welche veganen Speisen man dort bekommt. Davor habe ich recherchiert, dass es ein vegetarisch-veganes Zelt gibt, das „EssZimmer“. Allerdings gibt es keine offiziellen Informationen darüber, welcher Stand vegane Speisen führt und welche. Aber ich konnte aus Blogposts der letzten Jahre herauslesen, dass es entsprechende Gerichte gibt.

Top!

Positiv fand ich schon mal, dass an vielen Ständen Tabellen angebracht waren, die dokumentieren, welche Produkte Milch, Ei oder anderes enthalten. Das ist schon mal sehr hilfreich.

Flop!

Negativ aufgefallen ist mir jedoch, dass nur wenige ihre Gerichte überhaupt als vegan ausschreiben. Entweder, die Leute wittern nicht das Vermarktungspotenzial oder aber „vegan“ ist immer noch negativ behaftet. Aber in einem vegetarisch-veganem Zelt würde ich doch eher ersteres erwarten!

Fazit Nahrungssuche:

Auf jeden Fall kann man einfach bei den einzelnen Ständen nachfragen und es entpuppt sich sehr schnell, jeder hat tatsächlich vegane Speisen zur Verfügung. Dieses ewige Nachfragen nervt mich ja schon, allerdings ja auch nur deswegen, weil man oft nur Unverständnis und Kopfschütteln erntet. Das war hier überhaupt nicht der Fall! Problematisch finde ich dabei aber, dass man manchmal gar nicht so gut die Tabelle lesen kann oder jemanden am Stand fragen kann, weil man sich dafür entweder anstehen muss oder sich „vordrängeln“ muss. Leider muss man sich sogar im vegetarisch-veganem Zelt noch durchfragen um Tierprodukt-frei zu mampfen. Ich habe vor die Gastronomen bzw. Organisatoren des Tollwoods darauf anzusprechen.

Fazit Nahrungsaufnahme:

Probiert habe ich zunächst einen Mix-Teller (ohne den nicht-vegane Bantou-Spinat) bei „African Cuisine“, weil ich so selten die Gelegenheit habe so etwas zu essen. Das waren verschiedene Gemüsegerichte mit etwas Reis und Couscous! Am langweiligsten fand ich dabei das Anousi, da es einfach nur nach Senf geschmeckt hat. Super lecker war dagegen alles andere, insbesondere die Kochbanane, welche ich noch nie probiert hatte. Sie hat wie eine Kartoffel geschmeckt nur süßlicher ohne wie eine Süßkartoffel zu schmecken. Ein paar Bissen auf dem Teller waren auch ziemlich scharf, aber mit dem Rest gut zu neutralisieren. Mit 10€ fand ich den Mix-Teller etwas teuer, denn so viel voller als die Teller mit nur einem Gericht kam er mir nicht vor.

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Als nächstet wurden die Falafel beim Vegetarischen Eck probiert. Die waren ganz gut, aber nichts besonderes und geschmacklich nicht gerade raffiniert.

Eigentlich war ich noch scharf auf den Seitan-Tofu Döner bei der Anatolischen Küche, aber ich und meine Begleitung hatten da bereits genug, auch weil es im Zelt recht warm und voll war.

(Es hätte außerdem noch ein explizites Gemüsegericht bei La Huerta gegeben, aber „Grillpfanne mit verschiedenem Gemüse“ hörte sich irgendwie witzlos an, was es vielleicht gar nicht ist in Wirklichkeit.)

Sonstiges:

Vermutlich gibt es auch außerhalb des Zeltes vegane Leckereien, wenn man sich vor Ort erkundigt, zum Beispiel hätten mich dabei die heißen Maroni interessiert, welche mit mindestens zwei Ständen vertreten sind.

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Auf jeden Fall, gibt es auf dem Tollwood neben Essen auch einiges an hübschem Kram, mehr oder weniger nützlich. Als Minimalist und Sparfuchs habe ich zwar vieles begeistert bestaunt aber nichts gekauft.

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