Hilfe! Blöder Eiersatz!

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Ich habe schon ein paar Mal versucht mit Eiersatz aus Lupinenmehl zu arbeiten (Spätzle, Pancakes …) und es endete JEDES Mal in einer Katastrophe!

Von Bindung keine Spur, das Ergebnis war mit diesem Eiersatz immer schlechter als ohne.

Ich werde deswegen in Zukunft bei Banane, Apfelmuß und Sojamehl bleiben.

Letzteres habe ich noch nie verwendet, aber es scheint Bestandteil sehr vieler veganer Backrezepte zu sein, deswegen bin ich zuversichtlich!

Was sind eure Erfahrungen?

Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?

Habt ihr ein gutes veganes Spätzle-Rezept?

Lichterkette München – Berlin

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Wir sind Deutschland, alle hier lebende Menschen sollen ein Zeichen setzen gegen Terror und Angst und für ein tolerantes Deutschland. Egal welcher Herkunft, Glaubensrichtung, sexueller Orientierung oder Alter. Wir sind alle Menschen!

Meine Kerze leuchtet für Frieden und Liebe, – sie leuchtet für Respekt und Humanität. Sie leuchtet für alle Menschen, um in Frieden zu leben. Ich bin nicht allein.

Bitte macht alle mit!

http://www.Lichterkette-2015.de

Vegan beim Tollwood Winterfestival

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Ich war letzte Woche auf dem Winter-Tollwood in München und wollte testen, welche veganen Speisen man dort bekommt. Davor habe ich recherchiert, dass es ein vegetarisch-veganes Zelt gibt, das „EssZimmer“. Allerdings gibt es keine offiziellen Informationen darüber, welcher Stand vegane Speisen führt und welche. Aber ich konnte aus Blogposts der letzten Jahre herauslesen, dass es entsprechende Gerichte gibt.

Top!

Positiv fand ich schon mal, dass an vielen Ständen Tabellen angebracht waren, die dokumentieren, welche Produkte Milch, Ei oder anderes enthalten. Das ist schon mal sehr hilfreich.

Flop!

Negativ aufgefallen ist mir jedoch, dass nur wenige ihre Gerichte überhaupt als vegan ausschreiben. Entweder, die Leute wittern nicht das Vermarktungspotenzial oder aber „vegan“ ist immer noch negativ behaftet. Aber in einem vegetarisch-veganem Zelt würde ich doch eher ersteres erwarten!

Fazit Nahrungssuche:

Auf jeden Fall kann man einfach bei den einzelnen Ständen nachfragen und es entpuppt sich sehr schnell, jeder hat tatsächlich vegane Speisen zur Verfügung. Dieses ewige Nachfragen nervt mich ja schon, allerdings ja auch nur deswegen, weil man oft nur Unverständnis und Kopfschütteln erntet. Das war hier überhaupt nicht der Fall! Problematisch finde ich dabei aber, dass man manchmal gar nicht so gut die Tabelle lesen kann oder jemanden am Stand fragen kann, weil man sich dafür entweder anstehen muss oder sich „vordrängeln“ muss. Leider muss man sich sogar im vegetarisch-veganem Zelt noch durchfragen um Tierprodukt-frei zu mampfen. Ich habe vor die Gastronomen bzw. Organisatoren des Tollwoods darauf anzusprechen.

Fazit Nahrungsaufnahme:

Probiert habe ich zunächst einen Mix-Teller (ohne den nicht-vegane Bantou-Spinat) bei „African Cuisine“, weil ich so selten die Gelegenheit habe so etwas zu essen. Das waren verschiedene Gemüsegerichte mit etwas Reis und Couscous! Am langweiligsten fand ich dabei das Anousi, da es einfach nur nach Senf geschmeckt hat. Super lecker war dagegen alles andere, insbesondere die Kochbanane, welche ich noch nie probiert hatte. Sie hat wie eine Kartoffel geschmeckt nur süßlicher ohne wie eine Süßkartoffel zu schmecken. Ein paar Bissen auf dem Teller waren auch ziemlich scharf, aber mit dem Rest gut zu neutralisieren. Mit 10€ fand ich den Mix-Teller etwas teuer, denn so viel voller als die Teller mit nur einem Gericht kam er mir nicht vor.

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Als nächstet wurden die Falafel beim Vegetarischen Eck probiert. Die waren ganz gut, aber nichts besonderes und geschmacklich nicht gerade raffiniert.

Eigentlich war ich noch scharf auf den Seitan-Tofu Döner bei der Anatolischen Küche, aber ich und meine Begleitung hatten da bereits genug, auch weil es im Zelt recht warm und voll war.

(Es hätte außerdem noch ein explizites Gemüsegericht bei La Huerta gegeben, aber „Grillpfanne mit verschiedenem Gemüse“ hörte sich irgendwie witzlos an, was es vielleicht gar nicht ist in Wirklichkeit.)

Sonstiges:

Vermutlich gibt es auch außerhalb des Zeltes vegane Leckereien, wenn man sich vor Ort erkundigt, zum Beispiel hätten mich dabei die heißen Maroni interessiert, welche mit mindestens zwei Ständen vertreten sind.

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Auf jeden Fall, gibt es auf dem Tollwood neben Essen auch einiges an hübschem Kram, mehr oder weniger nützlich. Als Minimalist und Sparfuchs habe ich zwar vieles begeistert bestaunt aber nichts gekauft.

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Süß und fruchtig für Faulis

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Motiviert durch Cordulas Beitrag Süße Apfeltaschen und inspiriert durch vorhandene Reste, habe ich Apfeltaschen gemacht mit meinem Liebsten.

Wir waren sehr begeistert vom Ergebnis, deshalb wollte ich den Weg dorthin hier festhalten 🙂

Zutaten:

  • 4 Äpfel
  • 1 Rolle Blätterteig
  • Zucker
  • Zimt
  • Wasser oder Schnaps

Für die Apfelfüllung:

  • Die Äpfel schälen (wir hatten super leckere vom Bodensee) und in kleine Stückchen schneiden.
  • Den Boden eines kleinen Topfes mit Zucker bedecken und diesen schmelzen; bevor er karamelisiert etwas von den Äpfel hinzugeben, gut umrühren, die restlichen Äpfel hinzugeben, umrühren.
  • An diesem Punkt haben wir einen Schuss Żubrówka hinzugefügt (ein polnischer „Gras-Wodka“, welcher oft mit naturtrüben Apfelsaft getrunken wird und dabei ein zimtiges Aroma bekommt). Ansonsten könnte man hier einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen, falls es anzubrennen droht.
  • Die Apfelmasse mit Zimt abschmecken, einköcheln lassen, am besten ohne Topfdeckel, damit das Wasser verdunsten kann.
  • Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist (bei uns war es fast schon Apfelmuß), das Ganze unbedingt gut abkühlen lassen (heiße Masse weicht Teig durch).

Für die Apfeltaschen:

  • Blätterteig in Quadrate schneiden (je quadratischer desto schöner werden die Taschen).
  • Je nach Größe je 1-3 Esslöffel vom Apfelkompott auf die Teigquadrate legen (ich habe sie ganz schön großzügig befüllt, so dass ich eigentlich schon Angst hatte, dass sie mir im Ofen wieder auslaufen, das ist aber nicht passiert).
  • Die Ecken der Quadrate über der Apfelmasse aufeinanderlegen und etwas festdrücken und ab in den Ofen bei 200 Grad 15 Minuten lang oder bis die gewünschte Bräune erreicht ist.

Das Ergebnis war wie bereits gesagt super lecker. Da ich mir nicht besonders viel Mühe dabei gegeben habe, die Taschen ordentlich zu formen, sehen sie sehr unterschiedlich aus, es wäre aber ein Leichtes gewesen, das besser zu machen. Ich wusste, dass sie sowieso in meinem Bauch landen, aber nicht, dass sie hier auf meinem Blog landen 🙂

Achja, die Missgeburten auf der rechten Seite des Bilds sind entstanden, weil der Apfelkompott zu heiß war 😉

Pegida – Dunkle Wolken über Deutschland

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Angesichts der heutigen Nachrichten darüber, dass Pegida von Rechtsextremen gelenkt wird, gehen mir folgende Gedanken durch den Kopf:

Pegida scheint wohl wirklich ein „legaler“ Weg für Rechtsextreme zu sein ihre Meinung öffentlich kund zu tun und Unheil zu stiften (nicht dass das nicht schon früher aufgefallen wäre).

Vermutlich sind sich einige Anhänger Pegidas dessen nicht einmal bewusst.

Jeder der mit dieser Bewegung sympathisiert, sollte sich vor Augen führen, dass es dabei schlichtweg um Volksverhetzung geht ohne Hand und Fuß. Wie schon vor hundert Jahren wird Angst und Hass geschürt durch die Verbreitung von Unwahrheiten bzw. das Verdrehen von Fakten.

Das Ganze ist ungeheuerlich!

Habt ihr kein Herz? Und habt ihr nichts aus unserer Vergangenheit gelernt?

Die vielen Dimensionen von Hunger

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Für mich persönlich gibt es viele Dimensionen von Hunger. Ich habe aber desöfteren das Gefühl, dass viele meiner Mitmenschen diese anders und teilweise auch weniger wahrnehmen. Deshalb dachte ich mir, man könnte sich hier etwas austauschen.

1. Volumen

Definitiv, das kennt wahrscheinlich jeder, hängt das Sättigungsgefühl mit dem Volumen des Mageninhalts zusammen. Man verspürt weniger oder keinen Hunger mehr, wenn man sich voll gegessen hat.

Allerdings kann ich mich auch voll essen ohne mich satt zu essen. Warum? Der nächste Punkt erklärt es.

2. Zu wenig Kohlenhydrate

Habe ich mich voll gegessen mit kohlenhydratarmer Nahrung, kann es vorkommen, dass ich mich danach nicht richtig befriedigt fühle und noch Lust habe auf etwas kaloriendichtes zum Beipiel auf was Süßes. Das ist ganz logisch, da unsere Körperzellen hauptsächlich Zucker also Kohlenhydrate brauchen.

So ein Heißhunger kann auch besonders schlimm werden falls man schon ein längeres Kaloriendefizit hinter sich hat.

3. Kaloriendefizit

Viele Menschen essen tagsüber sehr wenig und können sich Abends fast gar nicht mehr richtig satt werden ohne große Mengen an Essen. Ein solcher Kalorienmangel führt wie bereits oben gesagt zu Heißhunger und es verlangt einen nach kaloriendichter Nahrung und somit oft fettreicher Nahrung. Für unsere Gesundheit ist das leider nicht so toll, darum besser über den Tag verteilt satt werden mit kohlenhydratreichen, vollwertigen Lebensmitteln.

Noch schlimmer als zu wenig Kalorien zu sich zu nehmen ist natürlich gar nichts zum beißen zu bekommen. Für mich resultiert daraus der…

4. Nüchternschmerz

Der Nüchternschmerz ist für mich die schlimmste Form des Hungers und mein immerwährender Gegner im Alltag. Ich kenne kaum Menschen, denen dieses Gefühl bekannt ist, deshalb hier eine kurze Erläuterung. Wenn mein Magen Nachschub braucht, meldet er sich zunächst mit normalem Hungergefühl und evtl. auch Knurren. Nehme ich diese Signale quasi nicht sofort ernst, bekomme ich ein saures Magenbrennen sowie einen Blähbauch. Leider verschwinden die Symptome nicht sofort wieder beim Essen, was bei nährerer Überlegung Sinn macht. Wahrscheinlich ist der Magen durch seine Säure angegriffen und die Luft kann sich ja auch nicht einfach auflösen. Da ich relativ gut verdauliches Essen reich an Kohlenhydraten und ohne tierische Produkte esse und zugleich einen sehr guten Stoffwechsel habe, laufe ich leider mehrmals täglich Gefahr Opfer dieses Nüchternschmerzes zu werden und muss viel öfter essen als alle um mich rum.

Wer kennt das noch?

5. Existenz-bedrohender Hunger

Eine weitere Hungerart muss ich hier noch erwähnen, auch wenn ich sie zum Glück nie erleiden musste – Hunger, der an die Existenz geht. Könnten wir nur all die Pflanzen, die für die Nutztierhaltung angebaut werden, stattdessen an Menschen verteilen, gäbe es womöglich viel weniger von diesem schrecklichen Leiden.

Mehr Infos dazu kann man in der Doku „Cowspiracy“ sowie dem neu erschienenem Buch dazu entnehmen.