Wie regelt man die Flüchtlingskrise?

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Wir brauchen gewisse Regeln um die Krise zu meistern, das ist klar.

Deutschland ist zum Glück relativ gut darin Dinge zu regeln, manchmal schon zu gut.

Wir müssen sehr aufpassen, wenn wir darüber entscheiden, ob/wem wir unsere Hilfe verweigern.

Dänemark verschärft gerade sein Asylgesetz, wie man im folgenden SZ-Artikel nachlesen kann: Das „meist missverstandene Gesetz“ der dänischen Geschichte

Zitat:

Die großen Parteien in Kopenhagen sind sich seit Langem einig, dass sie Flüchtlinge durch strengere Regeln davon abhalten wollen, in Dänemark Hilfe zu suchen.

Als ich diesen Satz lese, lehne ich mich auf meinem Stuhl ruckartig zurück und starre an die Zimmerdecke, während ich meinen Kopf mit meinen Händen abstütze. Denn irgendetwas stimmt nicht mit diesen Worten. Ich spreche den Satz langsam und laut aus, aber in meinen eigenen Worten um Klarheit zu gewinnen: „Das heißt… wir erlassen Gesetze, welche es hilfsbedürftigen Menschen verbietet, Hilfe bei uns zu suchen.“ Ich reiße die Arme in die Luft. Das hört sich irgendwie nicht richtig für mich an… Was soll das überhaupt für ein Zeichen setzen? Sucht wo anders Hilfe oder bleibt dort, wo ihr seid, wir wollen euch hier jedenfalls nicht.

Ja wir brauchen Regeln, nicht einmal nur für uns, sondern gerade für die Flüchtlinge. Chaos schadet uns allen. Aber ist das der richtige Weg? Ich will mehr Details zu dem dänischen Gesetz und lande bei diesem interessanten „Zeit“-Text, der eine Einschätzung gibt: „Damit können Asylsuchende in Dänemark nicht mehr überleben“

Darin hören sich entsprechende Gesetze ja nicht gerade vielversprechend an. Mir fällt auch ein, dass die meisten Menschen, die aus der Not heraus nach Europa einwandern, wahrscheinlich nicht vorerst alle gesetzlichen Regelungen ihres Ziels studieren. Im Gegenteil, viele scheinen sich gar nicht darüber im Klaren, welche Probleme und Risiken ihre Reise birgt.

Mich stört außerdem, dass sich viele Politiker durch die Thematik augenscheinlich zu profilieren versuchen, in dem sie große, laute Reden schwingen, sich gegenseitig kritisieren und Schuldzuweisungen machen. An sich ist das schlichtweg der natürliche Prozess, wie Politik funktioniert und das ist auch gut so. Wenn jemand zu sehr ein Extrem verfolgt, werden andere den Gegenpol einfordern und wir pendeln uns irgendwie in der Mitte ein. Oft resultiert das in vernünftigen Lösungen. Allerdings verlaufen mir diese Diskussionen oft zu dreckig mit persönlichen Anfeindungen, die der eigentlichen Sache nicht dienlich sind. Also bitte liebe Politiker, ich weiß, das ist alles nicht so einfach, aber könnte man denn bitte öfters konkrete, durchdachte Lösungsvorschläge präsentieren, als laut mit Dreck um sich zu werfen nach dem Motto „Hauptsache dagegen reden“. An alle, die das bereits oder sowieso schon tun: Dankeschön!

Das ist jetzt alles wieder mal Jammern auf hohem Niveau! Beschweren kann sich ja jeder. Ich könnte auch versuchen mich mehr zu engagieren. Ich wünschte es gäbe generell noch mehr Mobilisierung unter der Bevölkerung und der Politik den Flüchtlingen zu helfen.

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Lichterkette München – Berlin

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Wir sind Deutschland, alle hier lebende Menschen sollen ein Zeichen setzen gegen Terror und Angst und für ein tolerantes Deutschland. Egal welcher Herkunft, Glaubensrichtung, sexueller Orientierung oder Alter. Wir sind alle Menschen!

Meine Kerze leuchtet für Frieden und Liebe, – sie leuchtet für Respekt und Humanität. Sie leuchtet für alle Menschen, um in Frieden zu leben. Ich bin nicht allein.

Bitte macht alle mit!

http://www.Lichterkette-2015.de

Pegida – Dunkle Wolken über Deutschland

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Angesichts der heutigen Nachrichten darüber, dass Pegida von Rechtsextremen gelenkt wird, gehen mir folgende Gedanken durch den Kopf:

Pegida scheint wohl wirklich ein „legaler“ Weg für Rechtsextreme zu sein ihre Meinung öffentlich kund zu tun und Unheil zu stiften (nicht dass das nicht schon früher aufgefallen wäre).

Vermutlich sind sich einige Anhänger Pegidas dessen nicht einmal bewusst.

Jeder der mit dieser Bewegung sympathisiert, sollte sich vor Augen führen, dass es dabei schlichtweg um Volksverhetzung geht ohne Hand und Fuß. Wie schon vor hundert Jahren wird Angst und Hass geschürt durch die Verbreitung von Unwahrheiten bzw. das Verdrehen von Fakten.

Das Ganze ist ungeheuerlich!

Habt ihr kein Herz? Und habt ihr nichts aus unserer Vergangenheit gelernt?

Brief an Deutschland

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Liebes Deutschland,

ich gratuliere dir. Du hast im ersten Halbjahr 2015 so viel Fleisch erzeugt wie noch nie. Fast 30 Millionen Schweine, 1,7 Millionen Rinder und 325 Millionen Hühner wurden getötet. Dazu kommen noch etwa 125 Millionen Tiere hinzu die bereits vor der Schlachtung verenden. Das sind fantastische Neuigkeiten.

Dein Wohlstand erlaubt es Umwelt, Tier und die menschliche Gesundheit auf diese Weise zu zerstören. Still und leise. Im Geheimen. Lässt deine Bürger im Unwissen. So können sie weiterhin konsumieren, was sie am liebsten essen und ruhig schlafen. Bis sie dahingerafft werden von den Auswirkungen ihrer Ernäherung. Und du dudelst das. Du duldest das, damit die Pharmaindustrie auch ihren Nutzen behält. Diese verdient schließlich ihr Geld damit nur Symptome anstatt Ursachen zu bekämpfen.

Währenddessen schredderst du männliche Küken im großen Stil, um die 40 Millionen pro Jahr, schließlich sind sie völlig unnütz. Es spricht nicht gerade für dich, dass du 40 Millionen männliche Küken produzierst, für die du anschließend keine Verwendung hast, um nur ein Beispiel zu nennen.

Deine Motivation ist dabei offensichtlich: in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Ertrag für möglichst wenig Geld. Billig, praktisch, tot.

Wo ist dein Gewissen? Wer ist dein Gewissen?

Mein Gewissen jedenfalls sitzt in der Ecke und heult.

Ich appelliere also an deine Bürger. Ihr seht, auf euer Deutschland ist nicht immer Verlass. Die Wirtschaft bleibt Wirtschaft. Die Politik ist Wirtschaft. Euch will die Wirtschaft ihre Produkte kaufen sehen. Deshalb könnt nur ihr etwas ändern. Und wenn ihr euch schon nicht für Umwelt- und Tierschutz sowie eure eigene Gesundheit und die eurer Kinder interessiert, dann appelliere ich an eure Menschlichkeit, wollt ihr euch diese auch einfach nehmen lassen?


Für mehr Informationen, welchen immensen Schaden der Konsum von tierischen Produkten konkret auf der Erde anrichtet, empfehle ich die folgende Zusammenfassung: Cowspiracy – The Facts