Nur so bla – Angst vor Veränderung

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Nachdem ich in letzter Zeit so eingedeckt mit Arbeit bin, komme ich gar nicht mehr zum Bloggen. Man möchte sich ja Mühe geben und nicht einfach irgendetwas hinklatschen.

Aber warum eigentlich nicht? Einfach mal nur so bla

Ok, gebongt, das wird jetzt eine neue Rubrik. Ich möchte nicht schweigen müssen, es gibt zu viele Themen, die es verdienen um jeden Preis behandelt zu werden. Sonst macht jede andere Arbeit auch keinen Sinn mehr.

Was könnte ich euch heute berichten? Aja, ich wollte schon seit langem einen Blog empfehlen, dem ich folge:

Blicktausch

„Flüchtlinge erzählen – Berichte eines Arabisch sprechenden Helfers“

Der ist alles andere als nur so bla, nämlich wahnsinnig interessant und natürlich auch erschütternd. Aber wenn man sich nicht mit den Menschenschicksalen auseinandersetzt, besteht immer die Gefahr, dass man eher nach Lösungen suchen wird, welche bequem und nützlich für einen selbst sind.

Wo sind wir noch bequem und sehen keine Einzelschicksale und fühlende Wesen mehr, sondern nur wertlose Massenware? Nutztierhaltung. Gestern habe ich mir zum ersten Mal ein Video angesehen, welches als „Best Speech You Will Ever Hear“ von Gary Yourofsky bekannt ist. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine fantastische Rede.

Und die Moral von nur so bla: es ist unabdinglich, dass wir mit offenem Geist und offenem Herz durch die Welt gehen und Dinge nicht nur oberflächlich betrachten. Oft sind wir stattdessen von Angst geleitet, Angst vor Veränderung.

Angst ist ein schlechter Ratgeber.

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Brief an Deutschland

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Liebes Deutschland,

ich gratuliere dir. Du hast im ersten Halbjahr 2015 so viel Fleisch erzeugt wie noch nie. Fast 30 Millionen Schweine, 1,7 Millionen Rinder und 325 Millionen Hühner wurden getötet. Dazu kommen noch etwa 125 Millionen Tiere hinzu die bereits vor der Schlachtung verenden. Das sind fantastische Neuigkeiten.

Dein Wohlstand erlaubt es Umwelt, Tier und die menschliche Gesundheit auf diese Weise zu zerstören. Still und leise. Im Geheimen. Lässt deine Bürger im Unwissen. So können sie weiterhin konsumieren, was sie am liebsten essen und ruhig schlafen. Bis sie dahingerafft werden von den Auswirkungen ihrer Ernäherung. Und du dudelst das. Du duldest das, damit die Pharmaindustrie auch ihren Nutzen behält. Diese verdient schließlich ihr Geld damit nur Symptome anstatt Ursachen zu bekämpfen.

Währenddessen schredderst du männliche Küken im großen Stil, um die 40 Millionen pro Jahr, schließlich sind sie völlig unnütz. Es spricht nicht gerade für dich, dass du 40 Millionen männliche Küken produzierst, für die du anschließend keine Verwendung hast, um nur ein Beispiel zu nennen.

Deine Motivation ist dabei offensichtlich: in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Ertrag für möglichst wenig Geld. Billig, praktisch, tot.

Wo ist dein Gewissen? Wer ist dein Gewissen?

Mein Gewissen jedenfalls sitzt in der Ecke und heult.

Ich appelliere also an deine Bürger. Ihr seht, auf euer Deutschland ist nicht immer Verlass. Die Wirtschaft bleibt Wirtschaft. Die Politik ist Wirtschaft. Euch will die Wirtschaft ihre Produkte kaufen sehen. Deshalb könnt nur ihr etwas ändern. Und wenn ihr euch schon nicht für Umwelt- und Tierschutz sowie eure eigene Gesundheit und die eurer Kinder interessiert, dann appelliere ich an eure Menschlichkeit, wollt ihr euch diese auch einfach nehmen lassen?


Für mehr Informationen, welchen immensen Schaden der Konsum von tierischen Produkten konkret auf der Erde anrichtet, empfehle ich die folgende Zusammenfassung: Cowspiracy – The Facts

Verwirrung um den Löwen

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Der erlegte Löwe hat ja ein großes Maß an Empörung ausgelöst und letzteres bei mir einiges an Verwirrung.

Ich frage mich, worüber genau regt sich denn die ganze Welt nun auf?

Versteht mich nicht falsch, für mich ist das Ganze ebenfalls sehr grauenhaft und herzzerreißend. Allerdings geht es mir täglich so und selten macht der Rest der Welt dabei so einstimmig mit.

Deshalb frage ich mich, was macht den Löwen so besonders?

Folgende Denkansätze kommen mir da in den Sinn:

Geht es um die „Sinnlosigkeit“ seines Todes …

… weil er nicht gegessen wird?

… weil er unter Schutz steht?

… weil er eine Attraktion war?

… weil er ein 40-stündiges leidvolles Ende hatte?

Es scheint mir, die Leute sehen irgendeinen Unterschied zu den Nutztieren, die auf ihren Tellern landen.

Ohne zu diskutieren, ob es denn einen solchen Unterschied nun wirklich gibt oder nicht, interessiert mich sehr, worin er denn eurer Meinung nach bestünde?


Was Löwen noch stärker bedroht als reiche Zahnärzte, beschreibt Kip Andersen auf seinem Blog: There’s An Even Bigger Threat To Lions Than Trophy Hunters